Finden Sie heraus, wie viel Immobilie Sie sich basierend auf Einkommen, Schulden und Eigenkapital leisten können — nach der 28/36-Faustregel.
| Jahreseinkommen | Max. monatliche Rate | Ca. Darlehen | Ca. Kaufpreis |
|---|---|---|---|
| 35.000 € | 817 € | 175.000 € | ~219.000 € |
| 50.000 € | 1.167 € | 250.000 € | ~313.000 € |
| 65.000 € | 1.517 € | 325.000 € | ~406.000 € |
| 80.000 € | 1.867 € | 400.000 € | ~500.000 € |
| 100.000 € | 2.333 € | 500.000 € | ~625.000 € |
| 130.000 € | 3.033 € | 650.000 € | ~813.000 € |
Schätzungen basieren auf 20% Eigenkapital, keinen bestehenden Schulden, 0,5% Grundsteuer, 400 €/Jahr Versicherung. Ihr tatsächliches Maximum hängt von Schufa-Score, Beleihungsauslauf und Bank ab.
Wenn Sie eine Baufinanzierung beantragen, nutzen Banken zwei zentrale Kennzahlen, um Ihre maximale Kreditsumme zu ermitteln: die Wohnkostenquote (Front-End) und die Gesamtschuldenquote (Back-End). Beide stammen ursprünglich aus dem US-Hypothekenmarkt, dienen aber weltweit als praktischer Richtwert, um ein realistisches Budget zu setzen, bevor Sie mit der Immobiliensuche beginnen.
Die Wohnkostenquote misst Ihre gesamten monatlichen Wohnkosten im Verhältnis zum Bruttoeinkommen. Dazu zählen Tilgung, Zinsen, Grundsteuer, Wohngebäudeversicherung und gegebenenfalls Restschuldversicherung. Die meisten Kreditgeber begrenzen diese Quote auf 28% des Bruttoeinkommens.
Die Gesamtschuldenquote addiert alle monatlichen Mindestzahlungen — Wohnkosten plus Autokredit, Konsumkredite und Mindestraten auf Kreditkarten — und teilt sie durch das Bruttoeinkommen. Die meisten Banken begrenzen diese Quote auf 36%, wobei einige bei sehr guter Bonität bis zu 40–43% akzeptieren.
Anders als im US-Markt kennt das deutsche Bankensystem keine feste 28/36-Regel, aber die zugrundeliegende Logik ist ähnlich. Deutsche Kreditinstitute prüfen vor allem drei Kennzahlen:
Der Schufa-Score spielt in Deutschland eine ähnliche Rolle wie der Credit Score in den USA: Ein guter Score verbessert die Zinskonditionen deutlich und kann bei niedrigem Beleihungsauslauf zusätzlich Zinsvorteile bringen.
Rechnen wir ein vollständiges Beispiel durch:
Wohnkostengrenze (28%): 5.417 € × 0,28 = 1.517 €/Monat für Wohnkosten
Gesamtschuldengrenze (36%): 5.417 € × 0,36 = 1.950 € Gesamtschulden; minus 250 € Autokredit = 1.700 € für Wohnkosten
Die Wohnkostenquote ist mit 1.517 €/Monat restriktiver. Nach Abzug der geschätzten Grundsteuer (~85 €/Monat) und Versicherung (~33 €/Monat) verbleiben rund 1.399 €/Monat für Tilgung und Zinsen.
Bei 3,8% über 25 Jahre trägt eine monatliche Rate von 1.399 € eine Darlehenssumme von etwa 269.000 €. Zuzüglich der 60.000 € Eigenkapital ergibt sich ein maximaler Kaufpreis von rund 329.000 €.
Nach der konservativeren 25%-Regel: 5.417 € × 0,25 = 1.354 €/Monat, was einem Kaufpreis von etwa 294.000 € entspricht.
Die 28/36-Regel ist eine im US-Markt gebräuchliche Faustregel, die auch international als Richtwert dient: Ihre monatlichen Wohnkosten sollten 28% des Bruttoeinkommens nicht übersteigen (Wohnkostenquote), und Ihre gesamten monatlichen Schulden sollten 36% nicht übersteigen (Gesamtschuldenquote).
Bei 65.000 € Bruttojahresgehalt (ca. 5.417 €/Monat) erlaubt die 28%-Regel bis zu 1.517 €/Monat für Wohnkosten. Bei 3,8% Zins über 25 Jahre und 60.000 € Eigenkapital entspricht das je nach Grundsteuer, Versicherung und bestehenden Schulden einem Kaufpreis von etwa 300.000–330.000 €.
Die Wohnkostenquote vergleicht nur die monatliche Kreditrate (inkl. Nebenkosten) mit dem Bruttoeinkommen. Die Gesamtschuldenquote bezieht zusätzlich alle anderen monatlichen Schulden ein — Autokredit, Konsumkredite, Kreditkarten. Banken orientieren sich an der jeweils restriktiveren Quote.
Ein höheres Eigenkapital senkt die Darlehenssumme und damit die monatliche Rate, wodurch Sie sich bei gleichem Einkommen eine teurere Immobilie leisten können. Zusätzlich sinkt der Beleihungsauslauf, was in Deutschland häufig zu besseren Zinskonditionen führt.
Der Beleihungsauslauf (Loan-to-Value) beschreibt das Verhältnis zwischen Darlehenssumme und Immobilienwert. Ein Wert von 80% oder weniger gilt als solide Basis für gute Zinskonditionen; darüber verlangen viele Banken einen Risikoaufschlag.
Die 28/36-Regel ist der Standard vieler Kreditgeber. Die vorsichtigere 25%-Regel (Wohnkosten ≤ 25% des Bruttoeinkommens) empfehlen viele Finanzberater, um mehr finanziellen Spielraum für Instandhaltung, Rücklagen und Altersvorsorge zu behalten. Unser Rechner zeigt beide Werte.