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Brutto-Netto-Rechner 2026

Geben Sie Ihr Bruttogehalt ein und sehen Sie sofort, was netto übrig bleibt — nach Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer und allen Sozialabgaben. Das Ergebnis aktualisiert sich live beim Tippen.

Schätzung für Arbeitnehmer in Deutschland (2026). Tatsächliche Werte hängen von Bundesland, Zusatzbeitrag der Krankenkasse, Freibeträgen und Ihrer individuellen Steuersituation ab.

Was dieser Brutto-Netto-Rechner macht

Auf der Gehaltsabrechnung steht oben das Bruttogehalt — doch auf dem Konto landet am Ende deutlich weniger. Dieser Brutto-Netto-Rechner zeigt Ihnen in Sekunden, was vom Bruttolohn netto übrig bleibt. Sie geben Ihr Jahres- oder Monatsbrutto ein, wählen Ihre Steuerklasse, und der Rechner zieht automatisch Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, gegebenenfalls Kirchensteuer sowie die vier Sozialversicherungsbeiträge ab: Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Das Ergebnis erscheint sofort als monatliches Nettogehalt, ergänzt um eine Aufschlüsselung jeder einzelnen Position pro Jahr und pro Monat.

Im Gegensatz zu vielen Online-Rechnern müssen Sie sich hier nicht durch zehn Eingabefelder klicken, bevor Sie überhaupt eine Zahl sehen. Das Eingabefeld steht ganz oben, das Ergebnis aktualisiert sich live beim Tippen, und ein farbiger Balken zeigt auf einen Blick, welcher Anteil Ihres Gehalts an Netto, Steuern und Sozialabgaben geht. Alle Berechnungen laufen ausschließlich in Ihrem Browser — Ihre Gehaltsdaten werden nicht gespeichert oder versendet.

So nutzen Sie den Rechner, Schritt für Schritt

  1. Bruttogehalt eingeben. Tragen Sie Ihr Jahresbrutto ein, oder setzen Sie das Häkchen „monatlich", wenn Sie lieber Ihr Monatsbrutto eingeben.
  2. Steuerklasse wählen. „Ledig" entspricht Steuerklasse I; „Verheiratet, zusammen veranlagt" nutzt das Ehegattensplitting, das bei unterschiedlichen Einkommen Steuern spart.
  3. Kirchensteuer und Kinder angeben. Setzen Sie die Häkchen, wenn Sie kirchensteuerpflichtig sind oder Kinder haben (Kinderlose zahlen einen Zuschlag bei der Pflegeversicherung).
  4. Ergebnis ablesen. Ihr Nettogehalt pro Monat erscheint sofort, darunter die vollständige Aufschlüsselung aller Abzüge.

Wie sich Brutto und Netto unterscheiden

Das Bruttogehalt ist der vereinbarte Lohn vor allen Abzügen. Das Nettogehalt ist der Betrag, der nach Steuern und Sozialabgaben auf Ihrem Konto ankommt. Die Lücke zwischen beiden besteht in Deutschland aus zwei großen Blöcken: den Steuern (Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und optional Kirchensteuer) und den Sozialversicherungsbeiträgen. Letztere werden in der Regel hälftig von Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen — der Rechner zeigt nur Ihren Arbeitnehmeranteil, denn nur dieser mindert Ihr Netto.

Die Formel — so wird gerechnet

Vereinfacht ergibt sich Ihr Nettogehalt nach folgendem Prinzip:

Netto = Brutto − Sozialabgaben − Lohnsteuer − Soli − Kirchensteuer

Die Sozialabgaben (Arbeitnehmeranteil 2026, ca.) setzen sich zusammen aus Rentenversicherung 9,3 %, Arbeitslosenversicherung 1,3 %, Krankenversicherung rund 8,15 % (inkl. durchschnittlichem Zusatzbeitrag) und Pflegeversicherung 1,8 % (für Kinderlose 2,4 %). Beiträge fallen nur bis zur jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze an — darüber bleibt das zusätzliche Einkommen beitragsfrei. Die Lohnsteuer wird nach dem progressiven Einkommensteuertarif berechnet: Bis zum Grundfreibetrag (rund 12.096 € im Jahr) fällt keine Steuer an, danach steigt der Satz schrittweise von 14 % bis zum Spitzensteuersatz von 42 % (bzw. 45 % „Reichensteuer" bei sehr hohen Einkommen).

Rechenbeispiele

Beispiel 1 — 40.000 € brutto, ledig, mit Kindern, keine Kirchensteuer. Nach Sozialabgaben und Lohnsteuer bleiben rund 2.280 € netto pro Monat. Die Steuerlast ist hier noch moderat, der größte Abzug sind die Sozialbeiträge.
Beispiel 2 — 60.000 € brutto, ledig. Durch die Steuerprogression steigt der Anteil der Lohnsteuer. Netto bleiben etwa 3.190 € pro Monat — von 5.000 € Monatsbrutto.
Beispiel 3 — 80.000 € brutto, ledig. Ein Teil des Einkommens liegt über den Beitragsbemessungsgrenzen, gleichzeitig greift der Spitzensteuersatz. Netto bleiben rund 4.090 € pro Monat.

Wovon Ihr Netto abhängt

FaktorWirkung auf das Netto
SteuerklasseKlasse III/V (verheiratet) verschiebt die Steuerlast; Splitting senkt sie bei ungleichen Einkommen
Kirchensteuer8–9 % der Lohnsteuer (je nach Bundesland) — nur bei Kirchenmitgliedschaft
KinderFreibeträge senken die Steuer; Kinderlose zahlen mehr Pflegeversicherung
KrankenkasseZusatzbeitrag variiert je Kasse (ca. 1,7 % im Schnitt) und ändert das Netto leicht
BundeslandBeeinflusst nur die Höhe der Kirchensteuer (8 % in Bayern/BW, sonst 9 %)

Wann ein Brutto-Netto-Rechner hilft

Tipps und häufige Fehler

Achten Sie auf Jahr vs. Monat. Geben Sie ein Monatsbrutto ein, ohne das Häkchen zu setzen, ist das Ergebnis zwölfmal zu niedrig. Der Rechner liefert eine Schätzung. Der exakte Betrag auf Ihrer Lohnabrechnung hängt vom Zusatzbeitrag Ihrer Krankenkasse, individuellen Freibeträgen (z. B. für Fahrtkosten oder Kinder) und Ihrem Bundesland ab. Sozialabgaben haben eine Obergrenze. Sehr hohe Gehälter zahlen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze keine zusätzlichen Sozialbeiträge — deshalb steigt das Netto bei Spitzengehältern wieder etwas stärker. Brutto ist nicht gleich „Gesamtkosten". Ihr Arbeitgeber zahlt zusätzlich seinen Anteil an den Sozialabgaben; die echten Personalkosten liegen über Ihrem Brutto. Bei einer konkreten Steuerplanung lohnt sich der Gang zum Lohnsteuerhilfeverein oder Steuerberater.

Häufig gestellte Fragen

Wie wird vom Brutto auf das Netto gerechnet?

Vom Bruttogehalt werden zuerst die Sozialabgaben (Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung), dann die Lohnsteuer, der Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls die Kirchensteuer abgezogen. Was übrig bleibt, ist das Nettogehalt, das auf Ihrem Konto ankommt.

Wie hoch sind die Sozialabgaben in Deutschland 2026?

Der Arbeitnehmeranteil liegt 2026 bei rund 9,3 % Rentenversicherung, 1,3 % Arbeitslosenversicherung, etwa 8,15 % Krankenversicherung (inkl. durchschnittlichem Zusatzbeitrag) und 1,8 % Pflegeversicherung (Kinderlose 2,4 %). Beiträge fallen nur bis zur jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze an.

Was ist das Ehegattensplitting?

Beim Splitting für zusammen veranlagte Ehepaare wird das gemeinsame Einkommen halbiert, die Steuer für die Hälfte berechnet und dann verdoppelt. Wegen der Steuerprogression spart das Geld, vor allem wenn ein Partner deutlich mehr verdient als der andere.

Wann muss ich Kirchensteuer zahlen?

Nur wenn Sie Mitglied einer kirchensteuererhebenden Religionsgemeinschaft sind. Sie beträgt 9 % der Lohnsteuer, in Bayern und Baden-Württemberg 8 %. Bei einem Kirchenaustritt entfällt sie.

Warum zahlen Kinderlose mehr?

Seit 2005 gibt es bei der Pflegeversicherung einen Zuschlag für kinderlose Arbeitnehmer ab 23 Jahren. Dadurch ist ihr Pflegeversicherungsbeitrag etwas höher als bei Versicherten mit Kindern.

Ist das Ergebnis verbindlich?

Nein, es ist eine gute Schätzung. Der exakte Nettobetrag hängt vom Zusatzbeitrag Ihrer Krankenkasse, individuellen Freibeträgen, Ihrem Bundesland und weiteren Faktoren ab. Maßgeblich ist immer Ihre offizielle Gehaltsabrechnung.

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