Sehen Sie, wie aus einem Startbetrag und einer monatlichen Sparrate über die Jahre ein Vermögen wird — mit der Kraft des Zinseszinses. Endkapital, eingezahlte Summe und reiner Zinsgewinn auf einen Blick.
Zinseszins ist der Effekt, bei dem Ihre Zinsen selbst wieder Zinsen erwirtschaften. Statt dass nur Ihr ursprünglich eingezahltes Geld verzinst wird, verzinst sich von Jahr zu Jahr auch der bereits angesammelte Ertrag — und genau deshalb wächst ein Vermögen über lange Zeiträume nicht gerade, sondern exponentiell. Dieser Zinseszinsrechner macht diesen Effekt sichtbar: Sie geben ein Startkapital, eine monatliche Sparrate, einen jährlichen Zinssatz und eine Laufzeit ein, und der Rechner zeigt sofort Ihr Endkapital, wie viel Sie selbst eingezahlt haben und wie viel davon reiner Zinsgewinn ist.
Der entscheidende Unterschied zu einem einfachen Rechner: Die meisten Werkzeuge zeigen nur eine große Endzahl. Dieser hier teilt das Ergebnis in Einzahlung und Zinsgewinn auf — mit einem farbigen Balken, damit Sie auf einen Blick erkennen, welcher Teil Ihres Vermögens von Ihnen selbst kommt und welcher allein durch den Zinseszins entstanden ist. Bei langen Laufzeiten ist der grüne Anteil oft größer als der blaue, und das ist die wichtigste Lektion des Sparens überhaupt. Der Rechner läuft vollständig in Ihrem Browser; nichts, was Sie eingeben, wird gespeichert oder gesendet.
Der Rechner kombiniert zwei Standardformeln der Finanzmathematik — eine für Ihr Startkapital und eine für die regelmäßigen Einzahlungen:
Der erste Teil verzinst Ihr Startkapital, der zweite summiert jede einzelne Sparrate samt der Zinsen, die sie bis zum Ende noch erwirtschaftet. Eine schnelle Faustregel für das Startkapital allein ist die 72er-Regel: Teilen Sie 72 durch den Zinssatz, und Sie erhalten ungefähr die Zahl der Jahre, in denen sich Ihr Geld verdoppelt. Bei 6 % sind das rund 12 Jahre, bei 8 % nur 9 Jahre — ein guter Test im Kopf, bevor Sie eine Anlage abschließen.
| Start | Rate/Monat | Zins | Jahre | Endkapital |
|---|---|---|---|---|
| 10.000 € | 200 € | 4 % | 20 | 95.700 € |
| 10.000 € | 200 € | 6 % | 20 | 125.500 € |
| 10.000 € | 200 € | 8 % | 20 | 167.100 € |
| 10.000 € | 200 € | 6 % | 30 | 261.800 € |
| 10.000 € | 400 € | 6 % | 20 | 218.500 € |
Monatliche Verzinsung angenommen. Werte gerundet, vor Steuern und Inflation. Nur zur Veranschaulichung.
Unterschätzen Sie die Inflation nicht. Ein Endkapital in 30 Jahren hat nicht die heutige Kaufkraft; rechnen Sie für eine reale Sicht mit einem um die Inflation verringerten Zinssatz, etwa 4 % statt 6 %. Bleiben Sie realistisch bei der Rendite. Zweistellige Zinssätze über Jahrzehnte sind die Ausnahme, nicht die Regel — historische Aktienrenditen liegen vor Inflation eher bei 6 bis 8 %. Vergessen Sie Steuern und Kosten. In Deutschland fällt auf Kapitalerträge die Abgeltungsteuer an (rund 26,4 % inklusive Soli, plus ggf. Kirchensteuer), abzüglich des Sparer-Pauschbetrags; Fondskosten schmälern die Rendite zusätzlich. Und das Wichtigste: Fangen Sie früh an. Wegen des exponentiellen Verlaufs sind die ersten Jahre die wertvollsten — ein Jahr früher zu beginnen wirkt am Ende stärker als die Sparrate kurz vor dem Ziel zu erhöhen.
Zinseszins bedeutet, dass die Zinsen, die Sie erhalten, selbst wieder verzinst werden. Im zweiten Jahr verdienen Sie also Zinsen auf Ihr Kapital plus auf die Zinsen des ersten Jahres. Über lange Zeiträume führt dieser Effekt zu exponentiellem statt linearem Wachstum.
Mit der Formel Endkapital = K·(1+i)ⁿ + R·((1+i)ⁿ−1)/i, wobei K das Startkapital ist, R die monatliche Rate, i der monatliche Zinssatz und n die Anzahl der Monate. Der erste Teil verzinst das Startkapital, der zweite alle regelmäßigen Einzahlungen.
Verwenden Sie eine realistische erwartete Rendite. Tagesgeld liegt oft bei 2 bis 4 Prozent, ein breit gestreutes Aktienportfolio historisch bei rund 6 bis 8 Prozent vor Inflation. Im Zweifel rechnen Sie konservativ und betrachten den höheren Wert als optimistisches Szenario.
Nein. Das Ergebnis ist vor Abgeltungsteuer, Fondskosten und Inflation. Für eine reale Kaufkraft-Sicht geben Sie einen um die Inflation verringerten Zinssatz ein, zum Beispiel 4 statt 6 Prozent.
Eine Faustregel zur Verdopplungszeit: Teilen Sie 72 durch den Zinssatz, und Sie erhalten ungefähr die Jahre, in denen sich ein Betrag verdoppelt. Bei 6 Prozent sind das rund 12 Jahre, bei 8 Prozent etwa 9 Jahre.
Ja. Wegen des exponentiellen Verlaufs tragen die ersten Jahre am meisten zum Endergebnis bei. Wer mit 25 statt mit 35 beginnt, hat zur Rente oft deutlich mehr, selbst wenn die monatliche Rate gleich ist — die zusätzlichen zehn Jahre Zinseszins schlagen jede spätere Erhöhung.