Finde heraus, wie viele Einheiten du verkaufen musst, um alle Kosten zu decken — sofort. Fixkosten, variable Stückkosten und Verkaufspreis eingeben und Break-Even-Menge, Umsatz, Deckungsbeitrag und Sicherheitsmarge erhalten.
Miete, Gehälter, Versicherung, Software-Abos — Kosten, die sich nicht mit der Produktion ändern.
Rohstoffe, Verpackung, Versand, direkte Arbeit — Kosten pro verkaufter Einheit.
Geplantes oder tatsächliches Absatzvolumen.
Die Gewinnschwellenanalyse (Break-Even-Analyse) ist eines der grundlegendsten Werkzeuge der Unternehmensfinanzierung. Sie beantwortet eine scheinbar einfache Frage: Wie viel muss ich verkaufen, bevor ich keinen Verlust mehr mache?
Jedes Unternehmen hat zwei Kostenarten: Fixkosten, die unabhängig von der Produktionsmenge anfallen (Miete, Versicherung, Gehälter), und variable Kosten, die mit jeder produzierten oder verkauften Einheit steigen (Material, Verpackung, Versand). Wenn dein Gesamtumsatz beide Kostenarten deckt, hast du die Gewinnschwelle erreicht. Verkaufst du weniger, machst du Verlust. Verkaufst du mehr, erzielst du Gewinn.
Die Kernformel hat drei Variablen: Fixkosten (FK) — konstant unabhängig vom Absatz; Variable Stückkosten (VK) — Zusatzkosten je weitere Einheit; Verkaufspreis pro Einheit (P) — Erlös je verkaufter Einheit.
Gewinnschwelle (Einheiten) = Fixkosten ÷ (Verkaufspreis − variable Stückkosten)
Der Nenner — Preis minus variable Kosten — ist der Deckungsbeitrag (DB). Er zeigt, wie viel jeder Verkauf zur Deckung der Fixkosten beiträgt. Sobald deine kumulierten Deckungsbeiträge deine Fixkosten decken, hast du die Gewinnschwelle erreicht. In Umsatz ausgedrückt: Gewinnschwelle (Umsatz) = Fixkosten ÷ DB-Quote, wobei DB-Quote = (Preis − variable Kosten) ÷ Preis × 100. Eine höhere DB-Quote bedeutet, dass du weniger Umsatz für die Gewinnschwelle brauchst.
Ein Restaurant hat monatliche Fixkosten von 8.000 € (Miete 3.500 € + Personal 3.200 € + Nebenkosten 600 € + Versicherung 700 €). Jedes Gericht kostet durchschnittlich 12 € variable Kosten. Der durchschnittliche Bon liegt bei 35 €.
Deckungsbeitrag: 35 € − 12 € = 23 € pro Gericht
Gewinnschwelle: 8.000 € ÷ 23 € = 348 Gerichte/Monat
Umsatz an der Gewinnschwelle: 348 × 35 € = 12.174 €/Monat
Ein Online-Modeshop hat monatliche Fixkosten von 3.500 € (Plattformgebühren 200 € + Lager 800 € + Gehälter 2.000 € + Marketing 500 €). Jede verkaufte Bestellung kostet 18 € variable Kosten. Der durchschnittliche Bestellwert liegt bei 55 €.
Deckungsbeitrag: 55 € − 18 € = 37 €
DB-Quote: 67,3 %
Gewinnschwelle: 3.500 € ÷ 37 € = 95 Bestellungen/Monat
Ein SaaS-Startup berechnet 49 €/Monat pro Abonnent. Fixkosten liegen bei 15.000 €/Monat (Gehälter, Cloud-Infrastruktur, Tools). Variable Kosten betragen 8 € pro Abonnent (Zahlungsabwicklung, Cloud-Überlastung, Support).
Deckungsbeitrag: 49 € − 8 € = 41 €
DB-Quote: 83,7 %
Gewinnschwelle: 15.000 € ÷ 41 € = 366 Abonnenten. SaaS-Unternehmen profitieren von sehr hohen DB-Quoten, da die variablen Kosten im Vergleich zum Preis gering sind.
Die Gewinnschwelle ist der Umsatzpunkt, an dem die Gesamterlöse genau den Gesamtkosten entsprechen — du machst weder Gewinn noch Verlust. Es ist die Mindestmenge an Einheiten, die du verkaufen musst, um alle Kosten zu decken.
Gewinnschwelle (Einheiten) = Fixkosten ÷ (Verkaufspreis − variable Stückkosten). Der Nenner heißt Deckungsbeitrag pro Einheit.
Fixkosten bleiben unabhängig von der Produktionsmenge konstant (Miete, Gehälter, Versicherung). Variable Kosten steigen proportional zur Produktion (Material, Verpackung, Versand, Provisionen).
Der Deckungsbeitrag (DB) ist der Verkaufspreis minus die variablen Stückkosten. Er zeigt, wie viel jede verkaufte Einheit zur Deckung der Fixkosten beiträgt. Die DB-Quote drückt dies als Prozentsatz des Verkaufspreises aus.
Die Sicherheitsmarge zeigt, wie stark dein tatsächlicher (oder geplanter) Absatz über der Gewinnschwelle liegt. Sicherheitsmarge (Einheiten) = tatsächliche Einheiten − Gewinnschwellen-Einheiten. Eine Marge über 20 % gilt als gesund.
Fixkosten senken (Miete verhandeln, Abos streichen), variable Kosten senken (Mengeneinkauf), Preise erhöhen oder den Produktmix verbessern. Schon 10 % weniger Fixkosten oder 5 % höherer Preis senken die Gewinnschwelle deutlich.
Ja — sie gehört zu den ersten Berechnungen, die jedes Startup durchführen sollte. Sie zeigt, wie viel Umsatz nötig ist, bevor sich das Geschäftsmodell trägt, und hilft bei Preisentscheidungen und Investorengesprächen.
Sie geht von einem einzelnen Produkt, konstanten Preisen und linearem Kostenverhalten aus — Annahmen, die selten perfekt zutreffen. Sie ignoriert außerdem den Zeitwert des Geldes und Cashflow-Timing.